Praxisnaher Biologieunterricht an der Universität Essen
Einen besonderen Unterrichtstag erlebten die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Oberstufe der Janusz-Korczak-Gesamtschule im Lehr-Lern-Labor der Fakultät für Biologie an der Universität Essen. Dort hatten sie die Gelegenheit, ihr im Unterricht erworbenes theoretisches Wissen erstmals unter realen Laborbedingungen praktisch anzuwenden.
Im Mittelpunkt standen moderne molekularbiologische Methoden wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zur Vervielfältigung von DNA-Fragmenten sowie die Gelelektrophorese, mit deren Hilfe DNA-Abschnitte miteinander verglichen werden können. Diese Verfahren sind im schulischen Alltag kaum umsetzbar, da sie eine aufwendige technische Ausstattung erfordern. Allein der Preis einer einzelnen Mikropipette von rund 350 Euro sorgte bei den Schülerinnen und Schülern für großes Erstaunen. Im Rahmen des Praktikums untersuchten die Jugendlichen zwei Wasserproben mit dem Ziel festzustellen, ob es sich um belastete Gewässer handelt. Dabei arbeiteten sie hochkonzentriert und mit großem Engagement. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und zeigten eindrucksvoll, wie präzise wissenschaftliches Arbeiten im Labor abläuft.
Der arbeitsreiche Tag erwies sich insgesamt als voller Erfolg. Er vermittelte nicht nur wertvolle fachliche Einblicke, sondern gab den Schülerinnen und Schülern auch einen authentischen Eindruck davon, wie Biologinnen und Biologen im Labor arbeiten – eine Erfahrung, die weit über den klassischen Unterricht hinausging.